Johanneskirche

Ev. Johanneskirche
Novesiastraße 2
Büttgen

Pfarrer RALF DÜCHTING

Kölner Straße 4, Tel.: 02131 – 75 61 03
E-mail:  duechting(*)ev-in-kaarst.de
(*) mit @ ersetzen

Gemeindebüro:

Kölner Straße 4, Büttgen
Gesa Ladleif, Tel.: 02131 – 75 61 08
Öffnungszeiten: Di. 9.00 – 12.00 Uhr
E-Mail:  ladleif(*)ev-in-kaarst.de
(*) mit @ ersetzen

Organistin und Chorleiterin

Kantorin Hanna Han
Tel.: 0152 – 52 77 33 75
E-Mail: han(*)ev-in-kaarst.de

Küster:

Ivan Pobedasch
Tel.: 02131 – 75 67 78

Nachdem die alte evangelische Kirche für die wachsende Zahl der evangelischen Christen in Büttgen zu klein wurde, erhielt die Kirchengemeinde einen Bauplatz an der Novesia Straße. 1980 wurde die Kirche eingeweiht, die nach dem Apostel Johannes benannt wurde. Besonderes äußeres Merkmal ist der „Geusendaniel“ auf dem Glockenturm, er erinnert an das Zeitalter der Gegenreformation, als die bedrängten evangelischen Gemeinden am Niederrhein nach durchstandener Glaubensnot und in Anlehnung an die reformierten holländischen „Geusen“, die sich gegen die Invasion durch das katholische Spanien, einen Engel mit Posaune auf die Hofkirchen setzten.

Im Altarraum und den Oberlichtern verkünden Bilder des Künstlers Heinz Lilienthal das Evangelium.

Alpha und Omega

Links oben im Altarraum befindet sich das von Heinz Lilienthal aus Bremen gestaltete Fenster mit den Symbolen von Alpha und Omega.

Ein doppelter blauer Himmelskreis umschließt die Sonne und berührt die beiden Symbole A und Ω, Anfang und Ende, die Symbole für Christus.

Die gelb leuchtende Sonne scheint in die Dunkelheit der Welt hinein, schenkt Wärme und Geborgenheit in Gottes Nähe, vom Anfang der Welt bis ans Ende unserer Tage.

Der Himmel wirkt wie aufgebrochen, hat sich aufgetan für uns Menschen.

Die kleinen roten Streifen am Rande erinnern an Jesu Tod. Sie lenken den Blick auf die Dornenkrone und die Pfingstflammen der Altarmittelfenster.

Jerusalem

Die himmlische Stadt JerusalemDieses bleiverglaste Fenster von dem Künstler Heinz Lilienthal befindet sich links oben im Hauptschiff und ist eine Darstellung des „Himmlischen Jerusalem”.

In der Offenbarung des Johannes 21, Vers 2 heißt es:

“Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde vergingen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren…..”

Die Vision vom Leben nach dem Tod wird in Bildern von der Vorstellung des Himmlischen Jerusalem ausgedrückt, der verheißenen Stadt, in der wir Gottes Herrlichkeit und Nähe spüren werden.

Altarfenster

Altarfenster_515Betritt man den Gottesdienstraum, so wird der Blick als erstes auf die bleiverglasten Fenster hinter dem Altar gelenkt. 1985 gelang dem Künstler Heinz Lilienthal aus Bremen die anregende Farbgestaltung der Symbole des Kirchenjahres, die der Christusverkündigung dienen.

  1. Weihnachten:
    Der Stern von Bethlehem zeigt uns den Weg zur Liebe und Hoffnung.
  2. Karfreitag:
    Die Dornenkrone mit ihrer leuchtend roten Farbe und ihren bizarren Spitzen erinnert an das Leiden und Sterben Christi.
  3. Ostern:
    Das leere Grab zeigt uns, dass Christus auferstanden ist und den Tod überwunden hat. Die überwiegend goldenen Farben versinnbildlichen die Osterfreude.
  4. Pfingsten:
    Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird durch die feurigen Flammen dargestellt.

Christus spricht:

„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, und werdet meine Zeugen sein.“

Der Geusen-Daniel

Geusen-Daniel

Über dem Turm der Johanneskirche „schwebt” der „Geusen-Daniel”. Sein Ursprung geht auf den biblischen Verkündungsengel nach Offenbarung 14, Vers 6 zurück:

„Ich sah einen Engel hoch oben am Himmel fliegen; der hatte ein ewiges Evangelium denen zu verkünden, die auf der Erde wohnen, allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern”.

Der niederländische Adel wurde 1566 bei der Repräsentantin der Spanischen Krone, Margarete von Palma, wegen Aufhebens der Inquisition vorstellig und von ihr als Bettler („Gueux”) verspottet. Dies führte zum volkstümlichen Ehrentitel Geusen. Die in die Rheinlande fliehenden ev. Niederländer brachten diese Idee der Engelsfigur mit.

Im Volksmund im 16. Und 17. Jahrhundert als „Geusen-Daniel” bekannt, kennzeichnete diese Symbolfigur die Gotteshäuser der „Gemeinden unter dem Kreuz”.

Logos

Logos_800Seit November 1990 hängt im Altarraum der Johanneskirche in Büttgen das Bild „Johannes 1, Vers 1-4“, Aquatec auf Leinen, 200 x 145 cm der Kölner Künstlerin Rune Mields.

Das Bild ist Teil einer Reihe von „Schöpfungsmythen“ aus vielen Religionen der Welt. Für das Christentum hat die Künstlerin den Anfang des Johannesevangeliums genommen:

„Am Anfang war das Wort…“.

Im Zentrum des Bildes steht innerhalb eines genauen Kreises ( Erde, Sonne ? ) das griechische Wort „Logos“ (Wort). Das neue Testament ist zuerst in Griechisch geschrieben worden, der Weltsprache der damaligen Zeit. Auch Johannes, dessen Name unsere Kirche trägt, hat sich dieser Sprache bedient.

Das Fenster in der Nordwand

Die Firma „Dr. Heinrich Oidtmann“ hat das Fenster in der Nordwand der Johanneskirche gefertigt und montiert. Das von Burkhard Siemsen entworfene farbige fünfgliederige Fenster wird ein Kulturdenkmal für den Ort Büttgen sein, das nicht nur die Gottesdienstbesucher im Innern der Kirche bestaunen können, sondern auch von den Passanten auf der Straße Beachtung finden wird. Es führt uns zurück an die Wurzeln unseres jüdisch-christlichen Glaubens. Der Künstler greift die Beschreibung des Propheten Hesekiel im Alten Testament und die in der Offenbarung des Johannes im neuen Testament auf, über die Herrlichkeit Gottes und seiner Kraftstrahlen zu berichten, die von seinem Thron ausgehen und Himmel und Erde durchdringen. Die vier Evangelisten Matthäus, Lukas, Markus und Johannes, symbolisiert als Mensch mit Flügeln (Engel), Stier, Löwe und Adler, sind Zeugen des Geschehens.

Das separate sechste Fenster in der Fluchttür zeigt einen Kelch, der an Jesus Christus Gebet im Garten Gethsemani erinnert: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen“. Er kann aber auch als ein Angebot (Offenbarung 3,20) gedeutet werden: „Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir“.

Dr. Ortwin Leitzke